Kopfschmerzen gehören neben Rückenschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in Europa. Viele Menschen kennen aus eigener Erfahrung das Gefühl eines schweren, dumpfen oder auch stechenden Schmerzes im Kopf. Bei Migräne verschärft sich das Beschwerdebild oft durch zusätzliche Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit.
Bei manchen Menschen geht einem Migräne Anfall eine so genannte „Aura“ voraus, während der häufig optische oder sensible Wahrnehmungsstörungen auftreten. Auch motorische Störungen sind möglich.

Man weiss, dass das Gehirn selbst nicht schmerzempfindlich ist und daher eine Reizung der Blutgefässe oder anderer Strukturen im Kopf für den Schmerz verantwortlich sind. Verordnete Medikamente wirken dann entweder auf die Blutgefässe oder sie lindern die Schmerzempfindung grundsätzlich. Selbstverständlich können Muskelverspannungen, mangelnde Bewegung, Überarbeitung, hastiges und unausgewogenes Essen oder Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Nikotin auslösende Faktoren für Kopfschmerzen sein. Eine Veränderung der Gewohnheiten kann bereits zu einer Linderung der Beschwerden beitragen.

Die Sicht der Chinesischen Medizin
Grundsätzlich ist Schmerz im Sinne der chinesischen Medizin Ausdruck einer Stagnation. Das heisst der freie Fluss von Qi (Energetik) und Blut in den Leitbahnen (Meridiane) ist eingeschränkt oder unterbrochen. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben. Dumpfe Kopfschmerzen sind ein Hinweis auf eine Qi- oder Blut-Mangel, während starke und stechende Kopfschmerzen auf einen Überschuss hindeuten.

Je nach Localisation können verschieden Funktionskreise betroffen sein. Z.B. wird ein einseitiger Schläfenkopfschmerz dem Funktionskreis der Gallenblase zugeschrieben, während ein Stirnkopfschmerz eher mit dem Funktionskreis des Magens gekoppelt ist. Kopfschmerz mit Ausstrahlung hinter die Augen lässt auf eine Beteiligung der Leber schliessen.

Plötzliche Schmerzen am Hinterkopf können durch das Eindringen von äusseren Faktoren (bei Kälte, Wind) ausgelöst werden. Stress oder eine längere emotionale Anspannung schaden beispielsweise dem Funktionskreis der Leber. Sie verliert ihren freien und unbehinderten Fluss und das Qi wird blockiert. Über längere Zeit führt eine solche Blockade zu Hitze oder Feuer. Dieses Feuer treibt nach oben und löst so den Kopfschmerz aus.

Die Behandlungsmöglichkeiten
Durch eine genaue Diagnose wird das zugrundeliegende Muster bestimmt und mit der besonders sanften Toyohari Akupunktur behandelt. Im Bedarfsfall können Kräuter (aus westlichen Gegenden) und eine Ernährungsberatung mit den Akupunktur Sitzungen kombiniert werden. Die Toyohari Akupunktur kommt aus Japan und unterscheidet sich von der üblichen TCM Akupunktur durch ihre sanfte Nadeltechnik und die sehr angenehme und schmerzfreie Behandlungsprozedur. Besonders geeignet ist sie auch für Kinder, ältere Menschen und geschwächte Personen.

Nach zwei bis fünf Sitzungen ist zumeist eine deutliche Besserung zu erwarten. Die Toyohari Akupunktur hat vor allem stärkende Eigenschaften und verhilft zu mehr Ausgeglichenheit und Vitalität.

Die Kosten einer Behandlung mit Chinesischer Medizin werden von den meisten Krankenkassen zu 60-90% durch die Zusatzversicherung vergütet.